Ziele

Die Qualitätssicherung ist das Herzstück für den Einsatz, der weiteren Entwicklung und Anwendung des Verfahrens.
Flüssigboden ist kein Produkt sondern eine Technologie, die in Ihrer Gesamtheit betrachtet werden muss. Das Flüssigbodenverfahren kennzeichnet sich immer durch wechselnde Ausgangsmaterialien und unterschiedlichen Rezepturen aus. Daher ist die Gestaltung der Sollwerte und Güteanforderungen schwierig zu definieren. Die Regelungen der Gütesicherung nach RAL GZ 507 stellen einen ersten Versuch dar, dieses Problem zu lösen. Sie müssen jedoch dringend wissenschaftsbasiert und versuchstechnisch abgesichert weiterentwickelt werden. Für jede Baumaßnahme sind die Arbeitsschritte und Anforderungen standortspezifisch anzupassen. Genau wie das Verfahren benötigt auch die Sicherstellung der Qualitätsansprüche eine zukunftsorientierte und stetige Weiterentwicklung.

Die Weiterentwicklung der fehlenden bzw. unzureichenden Qualitätssicherung des gesamten Prozesses ist Ziel des Vorhabens. Es sollen objektive Prüfkriterien im Bereich der Herstellung, Transport, Einbau bis hin zur Langzeitwirkung aufgestellt werden. Mit geeigneten Untersuchungsmethoden sind chemische und bodenphysikalische Besonderheiten des Verfüllmaterials zu charakterisieren. Diese Ergebnisse sind in die Qualitätssicherung einzuarbeiten.

Ziel ist die Untersuchung des Flüssigbodens aus bodenmechanischer, chemischer sowie umwelttechnischer Sicht. Durch den Einsatz in verschiedensten Anwendungsgebieten ist eine strenge Kontrolle für den gesamten Gütesicherungsprozess notwendig. Für Baumaßnahmen mit Flüssigbodenanwendung erfolgt eine Einteilung je nach Umfang der Maßnahme, daraufhin wird baustellenspezifisch ein Untersuchungsprogramm von Baugrunderkundung bis zur Überwachung der Langzeitwirkung des Flüssigbodens ausgearbeitet. Eine Kategorisierung der einzelnen Versuche ist dabei anzustreben. Die Realisierung und Umsetzung von bodenmechanischen Versuchsanordnungen sowie das Aufstellen von Randbedingungen zur Überwachung von Flüssigbodenmaßnahmen im Labor und In-Situ sind Ziel des Vorhabens. Die Festlegung der durchzuführenden Versuche sowie die weitere Optimierung und Anpassung ist die Lösung der jetzigen Probleme im Qualitätssicherungsbereich. Das hohe Potential und die steigende Anwendung dieser Technologie sind nur erfolgreich umzusetzen, wenn eine lückenlose Überwachung und Dokumentation erfolgt.
Ein weiteres Arbeitsziel ist die Immobilisierung von Schadstoffen mittels Flüssigboden. Hierfür sind Testreihen geplant hinsichtlich Spezifikation der eingesetzten Tonminerale sowie der vorhandenen Schadstoffe.